Sanierung Altbausäle, Kunst Museum Winterthur beim Stadthaus

Sanierung Altbausäle, Kunst Museum Winterthur

Bauherrschaft: Stadt Winterthur
Planung und Ausführung: 2024-2026

 

Das Kunst Museum Winterthur beim Stadthaus wurde 1915 von Rittmeyer & Furrer als Ausstellungs- und Bibliotheksgebäude erbaut. In den repräsentativen Ausstellungssälen im 1. Obergeschoss zeigt der Kunstverein Wechselausstellungen mit Bildern und Skulpturen aus den eigenen Beständen. Wie für die Erbauungszeit typisch, gelangt Tageslicht über Oberlichtfenster im Attikageschoss in die Säle. In einem der Säle fällt das Tageslicht direkt in den Raum, während es in den vier Sälen des Westflügels durch gläserne Lichtdecken verteilt wird.

Um die Kunst vor zu hoher Sonneneinstrahlung zu schützen, wurden im Rahmen des Umbaus im Attikageschoss Markisen als äusserer Sonnenschutz angebracht. Die Stahlfenster im Attikabereich wurden saniert und teilweise mit UV-Folien ausgerüstet. Die historische Glasdecke, die bereits 2010 mit VSG-Glas ergänzt worden war, wurde aufgefrischt und instand gesetzt. Die Betonrippendecke über der Glasdecke wurde saniert und die Arbeitssicherheit verbessert.

Das Kunstlicht wurde durch eine stromsparende LED-Beleuchtung erneuert. Zur homogenen Ausleuchtung der Lichtdecken wurden im Oberlichtsaal sechs Reihen mit Balkenleuchten abgehängt. In den Sälen wurde die bestehende indirekte Beleuchtung aufgerüstet und die Objektleuchten ersetzt. Die Elektroanlagen wurden, wo nötig, erneuert und ebenso wie die Brandschutz- und Wertschutzanlage den heutigen Anforderungen und Normen angepasst. Um ein optimales Raumklima für die Kunst zu schaffen, wurde die Heizungssteuerung aufgerüstet und die Steuerung der Be- und Entfeuchtungsgeräte verbessert.

In den Altbausälen wurden im Rahmen der Sanierung die Oberflächen, wie die textilen Wandbe-spannungen und Teppiche, ersetzt. Dabei wurde auch der gesamte Untergrund hinter den Bespannungen neu aufgebaut. Die Decken und Wände aus Gips wurden ausgeflickt und neu mit einem Weiss auf Basis natürlicher Pigmente gestrichen. Das Holzwerk wurde aufgefrischt.

Der Umbau erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege und unter laufendem Betrieb des Naturmuseums sowie eines Ausstellungsraumes im Haus.

Team: Silvia Radlinsky, Philipp Wolf

Architekturfotografie: Zsigmond Toth